28 - 05 - 2018

 Konzert im Schloss. Roman in Fetzen

Reinhard Rakow (Autor)

Geest-Verlag 2012

ISBN 978-3-86685-336-2
490 Seiten 17,50 Euro

Cover: Reinhard Rakow


Mit „Konzert im Schloss“ vollendet Rakows vielgestaltiger Erzähler den mit der „atem~pause“ aufgenommenen Bogen. Eine zwischen radikaler Prosa und berührender Lyrik changierende Sprache, Brüche und Verwebungen werden getragen von einem mitreißenden Erzählstrom.  Durfte der Erzähler im "Berg" (in Rakows "atem~pause. Roman in vier Sätzen") noch hoffen, ist er hier nichts mehr als nur "Erdenwurm", von "Nägelschlägen" zertrümmert. Schon dieser vielfach gebrochene, Funken sprühende und Volten schlagende Text ist den Kauf dieses Buches wert. Hier erzählt einer um sein Leben, und dem Leser wird abwechselnd kalt und heiß dabei.


Leben, Liebe, Tod – nichts Geringeres als die Determinanten der menschlichen Existenz verhandelt Reinhard Rakows fulminantes Roman-Duo in packender, komplexer Weise. Wer sich darauf einlässt, dem Erzähler über 900 Seiten auf dem Weg von der „Aria“ der „atem~pause“ bis zu den „Nägelschlägen“ des „Konzerts im Schloss“ zu folgen, dem wird bisweilen der Atem stocken. Ein Staatsdiener auf Abwegen, das Opfer eines Arbeitsunfalls, eine überforderte Bäuerin, ein einsamer Greis und andere mehr konfrontieren ihn mit unbequemen, verstörenden Fragen. Doch wird der Leser reich belohnt, mit einer kompromisslosen Prosa, berührender Lyrik und einem mitreißenden Erzählstrom, in dem besternte Momente und Situationen von Hoffnung auffunkeln wie Tropfen, in denen sich Sonnenlicht bricht. Jedem im vielzähligen Chor seiner Akteure verleiht Rakow eine ganz eigene Sprache. In ihr vollziehen sich, kunstvoll verwoben, faszinierende Begegnungen von Spannendem und Drastischem, von Poesie und Sinnlichkeit auf engstem Raum.

„Habe  „Nägelschläge“ gelesen. Bin in den Rausch gezogen worden, musste mich gelegentlich schützen, kann dazu nichts sagen, weil alles gesagt ist. „Er hatte noch so viel Liebe in sich“ - das ist ein wirklich schöner und tröstenden Satz.“ (Marianne Pumb)

Auszüge:

Dass alles so rein bleibt

Ich hab mir das nicht ausgesucht, das hier. Den Hof. Das schrotte Haus. Den Misthaufen. Die leeren Kuh­ställe. Die brachliegenden Äcker. Ich hab mir das nicht ausgesucht. Glaub nur nicht. Aber jeder muss tun, wo er hingestellt ist, sag ich immer. Von nix kommt nix, das kannste dir merken, sag ich Rolf immer, wenn er wieder mal mosert. Aber das willst du ja nicht ver­stehen, sag ich, Du gondelst bloß den ganzen Tag mit deinen Debilen durch die Gegend und abends hängst du rum vorm Computer, oder bist am Telefonieren, den feinen Mann markiern. Ach Rieke, meint Rolf dann, wenn er gut drauf ist und legt mir seinen linken Arm um die Schulter und sich die rechte Hand hinters Ohr, Horch mal, Rieke, horch mal. Hörste den Motor? Der ist von der Bartwickelmaschine. Soon Bart ham deine Witze, nämlich.

Also der Wecker klingelt um vier. Steh ich auf, geh duschen, mach mich fertig. Nehm meine Medika­mente. Brüh mir nen Kaffee oder zwei. Stark sein muss er schon, drei Löffel die Tasse, den kräftigen von Aldi. Im Winter ist es stockduster natürlich und still, im Sommer wirds hell und die Vögel machen Geschrei wie nix Gutes. Mein erster Gang führt immer zu den Hühnern. Von Weitem hört man die Ventilatoren brummen und klackern, sommers wie winters, Tag und Nacht, da kann man sich drauf verlassen, das gibt gleich ein gutes Gefühl. Und ich hör sofort, mit der Lüftung ist alles in Ordnung, da fängt der Tag schon mal gut an. In der Schleuse leg ich mein Zeug ab, pell mich ein inn neuen Anzug aus weißem Plastik, Stiefel, Mütze, Mundschutz, zuletzt die Handschuhe, weiß, alles weiß. Drinnen ist ständig Gesummse. Fiepen und Piepsen, solang sie noch klein sind, später Krietschen und Glicksen. Pausenlos. Wie eine Wolke, wie eine Wolke Gacker-Ragout verstopfst dir die Ohren. Du verstehst dein eigenes Wort nicht, wenn du nicht brüllst. Früher hats mich verrückt gemacht, regelrecht kirre. Wiwiwiwiwi, wo du auch bist, was du auch tust. Wiwiwiwiwiwi. Ob du die Futterautomatik kontrollierst oder die Wassertränke. Wiwiwiwiwi. Wiwiwiwi. Ob du nach der Medizin greifst oder nach der Schiebkarre. Wiwiwiwiwiwi. Vierzigtausendmal Wiwiwiwi. Vierzig­tausendmal in einem einzigen riesigen Raum, und du allein mittendrin. Wiwiwiwiwiwi. Geträumt hab ich davon. Wiwiwiwi. Jetzt hör ichs nicht mehr. Jetzt riech ich auch nichts mehr, nicht die Scheiße, nicht den Mist, nicht die toten Viecher, die Pisse, die Gase, den ganzen Ammoniak. Da bin ich resistent gegen, in­zwischen, meine Nase ist dicht, da kommt nichts mehr durch, nicht einmal das schwerste Parfüm.

(Parfüm, Rieke, weißt du denn überhaupt, weißt du denn wenigstens, wie man ‚Parfüm’ buchstabiert?)

Rechnen können muss man schon. Sechzig Milchkühe hatten wir, schwarzbunt, die Genossenschaft zahlte 23 Cent zuletzt, 23 Cent für Futter, Dünger, Wasser, Strom, Tierarzt, Gebäude und Unterhalt, Land­maschinen und Sprit, für Arbeit und Lohn. Für zwei Erwachsene und zwei Kinder ganze dreiundzwanzig. 23 Cent den Liter. Bei Aldi gibst du 50. Fragt sich, wo bleibt der Rest, hat Walter gesagt, die Aldi-Brüder. 35 Cent, ist ja nicht viel eigentlich, nicht wahr, 35 hätten wir gebraucht, um über die Runden zu kommen, besser 37. Um kostendeckend zu arbeiten. Kosten­deckend, das heißt: Gewinn nicht eingerechnet, ver­stehst du? Bei jedem Liter Milch, den wir produzierten, haben wir Geld dazugebuttert. Dazugebuttert! Liter für Liter, da kann man besser wegkippen. Hör mir auf mit deinem Genöle wegen der reichen Aldi-Brüder und von wegen Kapitalismus, hab ich Walter gesagt. Die Quote ist schuld, sie ist zu hoch, sie wirft viel zu viel Milch auf den Markt, und die Quote ist Planwirtschaft pur. Was wir bräuchten, wär Markt, einen natürlichen Kreislauf, der Angebot und Nachfrage ausbalanciert, der das Angebot ausdünnt und die kleinen Krauter verdrängen würde, damit der Rest ordentlich wirt­schaften könnte, hab ich gesagt. Aber das Bräuchte und Würde und Könnte hilft uns nicht weiter. Quote ist Quote ist Quote ist Quote, das ändern wir nicht, Walter, du nicht und ich nicht, und heut nicht und morgen nicht, und bis der Markt kommt. Die Molkerei zahlt doch auch nicht mehr. Ich frag mich: Wie lange geht das gut? Wie lange soll, wie lange kann das gut gehen, hab ich ihn gefragt, Walter, sag: Wie lange noch?! Das Getriebe vom Trecker hält kein Frühjahr mehr, nebenan der Keller steht unter Wasser, das Futter ist schon wieder teurer geworden, Strom und Gas, Öl und Diesel sowieso. Tom hat vor den Oster­ferien Klassenfahrt, den können wir nicht schon wie­der fehlen lassen, Rolf weiß nicht, wo er seine Schul­bücher herkriegen soll, und ich war seit Weihnachten nicht zum Zahnarzt, wegen der Zuzahlung. Das ist doch kein Leben, Walter!, Das ist doch kein Leben! Und wenn dein Vater sich tausendmal im Grab um­drehen würde: Die Kühe müssen weg, Walter! Besser gestern als heute. Mit deiner Milchwirtschaft schaufeln wir uns noch unser eigenes Grab, uns und den Kindern gleich mit, was glaubst du, wie kniesig der Alte erst wäre, wenn er das mitbekäm. Und dann hab ich die Bank angerufen, den Volker, der ist da Ren­dant, wir waren zusammen auf der Mittelschule, ich konnte schon immer gut mit Zahlen, Mathmatik und Chemie und Physik und Kopfrechnen, und hätte auch gern mein Abi gemacht und BWL studiert oder auf Steuerberater, aber uns Vati, der meinte, es reicht, wenn der Klaus auf die Oberschule geht, die Rieke wird sowieso geheiratet und Mutter, die soll auf die Hauswirtschaftsschule, da lernt sie, was sie braucht für ihr Leben, aber Volker, Volker, der hat es geschafft und weitergemacht und war in der Stadt und dann hat er hier die Filiale übernommen, ein bisschen neidisch werden kannste da schon, Fein, dass du dich meldest, Rieke, sagt er am Telefon und klingt ernst und er­leichtert, Da brauch ich dich nicht anzurufen.

….

 Aus „Nägelschläge“:

Knien drosch er ein auf das Nagelvolk (ihre Kerle/ „Keinen Zweck“/ keine Freunde/ die Leere/ die leere Suche), schwangriss den Hammer überkopf, er wog (!!!), und es pochte, mit jedem Pochen bildeten sich Lichtwaberkreise vor seinen, schlug zu mit aller Wucht, zu der er noch, zu, dass es KEINEN ZWECK spritzte, Metallischer Wind schnitt ihm in die Augen (Kleists Augendeckelamputation im Angesicht von Caspar David Friedrichs Rügen–Rücken–Akt!{kleist, was hast du bloß dauernd mit diesem kleist? die sprache! die sprache! und das rasend ins scheitern verliebte! rasend ins scheitern verliebt?! so hoch willst du ihn stilisieren, diesen auf-der-ganzen-linie-ver­sager? dieses, wie soll ich sagen eingedenk seiner briefe, in denen er seine arme verlobte mit eitel­gekotze zuschüttet, ihr, sich selbst zitierend als be­weis seiner angeberei, hausaufgaben zuteilt, dieses charakterlich unterentwickelte arschl... na und? viel­leicht fasziniert mich ja, dass auch ein schlechter mensch gut schreiben kann. immerhin! vielleicht erkenn ich ja in ihm die projektion aller von selbst­zweifeln geplagten? vielleicht find ich mich}), fand die Lücke zwischen den Lidern, ab und zu zwang er Ihn, anzuhalten, an, das Eis wegwischen, das die Wim­pern, torkelnd, sie herauszureißen, einzeln anpacken, mit klammen Fingern, reißen weißen FINGERN Halt suchen, seine Wimpern fühlte er nicht mehr, seine Hände fühlte er nicht mehr, seine Füße fühlte er nicht mehr, Frostbrocken, Eisklumpen, Abwesende, weiß­blaue Löcher, NICHTSE, die stolperten schlurftensich automatisch hoben (noch eben) und senkten ab und zu ABUNDZU griff er mit der rechten Hand, als stün­den die Flanken des Troges neben ihm |Ob er doch besser zurück sollte zum Wagen? Der Trog-, der Trotzburg, Alu, verzinkter Stahl, immerhin, zurück also? Vorwärts immer, rückwärts nimm|er wurde gegangen, eine Marionette, Poupée de cire, poupée de son sein ganzes missglücktes gescheitertes in den Sand gesetztes verkorktes leichtfertig verschwende­tes Leben lang, die also gegangen wurde vom zischenden Wind, BRRR~Rückenwind, Gegenwind, nach, und auf Knien rutschend verfolgter, KEINEN ZWECK!! was sich dem Zerquetschtwerden entzog, um die Wucht seiner angestauten Zerstörungswut Heinrich, der dauerverschnupfte Eismann, ständig Opfer irgendwelcher meist eitriger Stirn-, Kiefer-, Nasennebenhöhleninfekte, indes nie im Besitz eines Taschentuches (his very special kind of anti–bourgeoises Aufbegehren, isńt it?! (O yeah!)) hielt sich, wo er auch war, mit dem Daumen eines seiner Nasen­löcher zu, durchblies mit Macht das andere, sich seines Rotzes geschossartig zu entledigen, mangels Taschentuchs

– Aufhören! Sofort! Das ist ekelhaft! Peinlich! Obs|

– Wieso? Ich habe noch mehr auf Lager: Fußpilz, Tripper, Vorhautkäse, Scheidenfluss, ausgeleierte F

– Es fehlt dir an Anstand! An Stil!

– Säufer, Drogis, Kommissköppe, Altenpfleger, Mi­nister, Banker,

– Schluss!

– Du vergisst, dass ich aus der Gosse komme. Einmal Gosse, immer Gosse. Mein Vater hat nach Stall ge­stunken und mit seinem Stallgestank hat er am Mittagstisch gehockt und Suppe geschlürft aus der Kumme und sich in der Stube zum Fernsehn auf der Chaiselongue breit gemacht, die danach voll war von diesem Gestank, dass man keinen mehr reinbitten konnte und nachts ist er damit ins Bett gefallen. Er hat den Nachbarn die Säue geschlachtet und die Kälber und Ziegen, und wenn er wieder mal klamm war, hat er Jungebern bei unbetäubtem Leib die Säcke ab­gesäbelt mit seinem Rasiermesser, mittags die Eier mit Kartoffeln in der Pfanne gebraten und verschlun­gen, er wurde, wenns abends ihn zwackte, von meiner Mutter, die ihn HURENBOCK hieß, ALTE SAU, hinter ihm her schrie, DRECKSAU, GEH DOCH ZU DEINEN NUTTEN, quer über den Hof getrieben, sie keifte hinter ihm her, das halbe Dorf brüllte sie zusammen, das also am Tor gaffte und seine Gaudi hatte, und mor­gens wischte er die Kruste geronnenes Sackblut ab und rasierte

– Ist ja gut, ist ja gut. Schreiben als Selbsttherapie, verstehe. Vulgo: überbordende Eitelkeit. Ums auf den Punkt zu bringen. Nur: Wen interessiert das? Und wer interessiert dich? Interessiert dich überhaupt noch jemand? Jemandes Kultiviertheit, jemandes Feinsinn, jemands Empfindung? Du schmückst dich mit der Attitüde des Grenzverletzers und bist doch nur ein zur Selbstkontrolle unfähiger Wirrkopf, um keinen Deut besser als jener bemitleidenswerte Nichtsversteher, sein Name ist mir, Gott seis gedankt, gnädig entfallen, der einst seinen literarischen Suizid vollzog, indem er in Klagenfurt die Träume eines Babyfickers, sprachlich aufgeblasen, vorlas. Toll! Revolutionär! Mutig! Und noch ein Tabu geschleift!! Heldenhaft! Weißt du, was der für mich war? Was du für mich bist? Ein kranker Narziss, sonst nichts! Es dreht sich immer nur um dich, egal, ob du eitel mit deinen Glasperlen klimperst oder ob du deine fäkaliengefüllte Latrinen über dem armen Leser entleerst, der sich dir ahn- und arglos auslief

– Aber wenn es doch die Wahrheit ist! Das Niedrige und das Eklige ist die Wahrheit! Soll, wer schreibt, darum einen Bogen machen?! Es ausblenden, als gäbe es das nicht? Kunstvoll andeuten in fürnehmer Wortwahl, gedrechselt, fein ziseliert? Literarisch die Einmalhandschuhe überstreifen, sobald man in Gefahr gerät, etwas Unbotmäßiges zu sagen, etwas, das gegen die Regeln der Ästheten verstößt, verstoßen könnte? Bogenschreiber gibts schon genug, oder?! Und wohnt nicht dem Abstoßenden

– Ach, hör auf. Als wüsstest du nicht, dass auch der Hass gegen die Niedrigkeit die Züge verzerrt. Dass du Verrohung beförderst. Dass du, wenn du Empfind­samkeit willst und Empathie, nicht

 das andere, sich seines Rotzes geschossartig zu ent­ledigen, mangels Taschentuchs nie wissend, WEL­CHEN

ZWECK und er drosch! und er drosch!! und er drosch!!! auf sie ein auf SIE ein auf ihn (wobei es vorkommen konnte, dass er, nachdem Heinrich den Wagen benutzt hatte, beim Hantieren um Kassetten, die rechte Seite des Fahrersitzes abtastend, in dessen Rotz DROSCH der Schmerz()) Nur der Schmerz war jetzt zu hören und das Zischen des gefräßig träg blitzenden Windes,

mit dem der Rechner hochfuhr, es schien ihm Mal um Mal gefährlicher. Vorm Fenster hing

Sag, weißt du noch, damals im Winter? Die Winter waren härter damals, meine ich. Ich erinnere mich ... an zugefrorene Fenster ... an kleine, dreigeteilte Lichtscharten im Dunkel, oben quer eine schmale ...

roman lange

***

mit dem der Rechner hochfuhr,

Wie kann ich denn sagen, was ich empfinde, wenn ich selbst es nicht weiß, FauréSchumannSchubert (nebst schneeheller Leichte!) Nein, man kann nicht zurück, denn es gibt kein Zurück. Nichts bleibt, wie es war, am wenigsten man selbst: Die sogenannte Wiederholung ist pures Fantasma. Es gibt nichts zu wiederholen, Nichts gibt es, was sich wieder holen ließe. Keiner wieder~holt etwas. Nichts jeder. Vorbei ist vorbei. Wenn aber der Status quo ante unerreichbar bleibe, die Vergangenheit Chimäre, die Sehnsucht nach einem Damals das Sublimat schnödblöder Sisyphosarbeit: warum dann nicht gleich VORWÄRTS?! Eh egal. – Einer der Penner erinnerte („erinnerte“: Nein, auch das bringt nichts wieder! NICHTS! es formt um, bestenfalls, nach VORNE (vorwärts! und nicht vergess! Kirkegards PosthornSchneckenspirale, nach innen = rückwärts, nach außen = vorwärts gewandt, nach innen =) mein Herz! mein Heherz! Versteh doch, DU MUSST Weiter, immer weiter! Stolpern! du müder) erinnerte ihn

 

Eine Straße musst du

erinnerte ihn

an eine Notrufsäule gelange, wann endlich er an eine NOT, ob er vielleicht doch die falsche Richtung gewählt, und doch besser ?ZURÜCK? Und wie lange noch er den Schmerz der abgefrorenen Füße und den Schmerz der ausgerissenen Wimpern und das Zucken Zz

zuweilen an jenen tagen die grau aufstehen grau weiter wanken um grau endlich niederzusinken wenn alles nur schwer fiel jede bewegung jeder gedanke ja jede empfindung zur last ward es ihn hinab zog ihm deuchte wie viel er versäumt und wie wenig noch bliebe rührte ihn an da er das ende nah wähnte doch noch nicht wollte öffnendeklammer als würde das jemals schließendeklammer weil(tilde)wie sehr er noch am leben hing und er fand so lange er auch grübelte über den grund seiner uneinsichtigkeit nichts außer dass noch zu viel liebe sei in ihm sei

Von

...