19 - 07 - 2018

10. Februar 2017

Reinhard Rakow
weg, den see entlang

ansteige, weg, nicht zu jäh!
folge nachgiebig der dünung, harthalmgespickt —
zungen von schluff haben sich
an dir vergangen, als kotze der salzigen wässer
räkelst du dich, mild überzogen vom schleim
in säure gelöster möwen. glasscherben,
rostiger stahl, die verletztliche haut
derer, die deinem angesicht trauten —
freue dich ihrer,
verweile...

vielleicht...
nach der biegung...
die braune see...
hat
gänsehaut...

vorm nahen wald
sink nieder! turmhoher föhren
kulisse, schwarz peitschende nadeln, schwingen,
ein greif, glitzernd vor tinte, der wind
bricht sich in ihnen, geifernd,
mit bleckenden zähnen, die backen,
gepustet, voll brackigem sud!

jetzt!
duck dich!
zur rechten zieht ein wetter auf...
den schrei der möwen scratcht der sturm,
der wolkenDJ dreht am rad,
die großen boxen PLATZEN!