19 - 07 - 2018

12. Februar 2017

Reinhard Rakow
Das Leben ein Reststück


Was Düsternis der Seele heimlich stiehlt... —
Die, von Alleinheit auf den Stumpf gerieben,
Kaum noch sich regen mag, wenn nach Belieben
Des Tages Wirrnis auf das Inn´re zielt,

Um´s zu zerschießen, Schuss für Schuss
Es zu durchlöchern, jenen Rest vom Ich,
Den man bewahrt hatte für sich, vor sich,
Und will nun nichts als einen nahen Schluss —

Man weiß nichts mehr. Man fühlt nicht mehr.
Das Leben ein Reststück, doch die Waage bleibt leer.
Vom Ausbeiner als Minderwert befunden,

Vorgeworfen zum Fraß hungrigen Hunden,
Landet´s als Fäzes durchwurmt auf der Straße,
Drauf ein blinder Beinloser entleert seine Blase.