24 - 04 - 2018

16. März 2017

Reinhard Rakow
Rendezvouz


Ach diese Frostblumen.
In sich ruhende Schleifen nebeln
Kissen ein. Der Orkus aus naher Entfernung.
Nah, nicht krank. Zu entscheiden, wohin:
nichts leichter als das.
Ist dann aber doch geblieben.
Herb. Das Infusionskatheter
saß nicht richtig, schmerzte verhalten.
Morgen sei das gewesen.
Hätte Gedichte schreiben.
Hätte ja diktieren können.
Und dann die durchtanzten Nächte
in ätherischem Blau, Gefühle
keimfrei in Formaldehyd.
Mein Bett ein Loch ohne Ränder. Links
oben die Spinne zählt zum Inventar.
Mal angeboten für nen
Appel undn Ei.
Ganzes Leben gewartet daß einer was will
wie schaler Kaffee aus schlecht gespülten Tassen.
Geruch von billiger Seife. Verhalten. Nicht tödlich.
Jener pelzige Geschmack im fauligen Maul.
Kondombewehrte Hand mit Goldring
weitet den Bruch stopft Amalgam.
Silberne. Schatten. Aus. Fünfhundert Watt.
Leg du deine Spinnenfinger
kühl auf meine heiße Stirn.
Lhasa, Tokyo, Rhythmen
elektronisch hergestellter Klänge
heruntergezogen aus dem Internet. Sonntag
in der kleinen Stadt Sonntag in der kleinen.
Bist spät dran.
Es perlt von sehr weit her,
aus gestern nicht nah. Pelzig
eben. Komm doch weg.
Ach diese Blumen.
Lhasa es pocht scharlachrot.
Lhasa dieser Frost.